Lemlem - Die Tour de Friends

80.000 Kilometer mit dem Fahrrad um den Globus -- die 50. Etappe

... es ist die Hölle! Und mein Moskitospray mit immerhin 25% DEET beeindruckt die Tsetsefliegen nicht im Geringsten. Mit nur einer Hand am Lenker fahre ich über die Wellblechpiste, mit der anderen wedele ich vor dem Gesicht und versuche, die Fliegen auf den Armen, der Schulter, auf den Beinen und im Gesicht zu erschlagen. Ich treffe viele, aber diese Insekten sind wie aus Gummi und fliegen selbst nach einem Volltreffer meist weiter. Daher auch der Witz, dass sie eigentlich Zähzäh-Fliegen heißen müssten. ... weiter


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Die Tour de Friends

Es ist ja bekannt, dass das Reisevirus hartnäckig ist. Aber immerhin habe ich es nach meiner ersten Erdumradlung (-> www.lemlem.de) fast neun Jahre lang in Deutschland ausgehalten.

Nun musste ich mal wieder raus aus dem mitteleuropäischen Alltag. Von März 2013 bis Mitte 2017 möchte ich mir die Welt noch einmal vom Fahrradsattel aus anschauen. Das Fahrrad ist für mich das ideale Reisefahrzeug, weil man nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam unterwegs ist. Und wenn du irgendwo ankommst, ist da dieses wunderbare Gefühl, dass du es dir auch wirklich verdient hast (-> mehr zum "Warum?").

Die Route ist einfach: Europa -> Asien -> Nord-, Mittel- und Südamerika -> Afrika -> Europa. Mit den vielen Schleifen und Umwegen werden - wenn ich nicht vorher schlappmache - ungefähr 80.000 Fahrradkilometer zusammenkommen.

 

"Wären wir nicht zum Reisen bestimmt, hätten wir Wurzeln - und nicht Füße."

Auf dem Weg liegen alle sieben Partnerstädte (*) meiner Heimatstadt Erlangen. Für jede dieser Städte steckte beim Start ein Grußschreiben des Erlanger OBs Siegfried Balleis (**) in meinen Gepäck. Den ersten Brief habe ich Anfang Mai 2013 überreicht -- in der russischen Partnerstadt Wladimir, wo es einen herzlichen Empfang gab. Eineinhalb Jahre später hat Mayor Rusty Bailey im kalifornischen Riverside den Grußbrief entgegengenommen, der nach 19 Monaten in den Packtaschen noch in einem erstaunlich guten Zustand war.

In San Carlos, der Erlanger Partnerstadt in Nicaragua, bin ich am 24. März 2015 eingetroffen - zwei Jahre nach dem Start zur Tour de Friends. Die Erlangen-Jena-Delegation, die nur eine Woche vorher San Carlos besuchte, habe ich dort leider knapp verpasst. Doch wir konnten uns in San Marcos treffen, der Partnerstadt von Jena. Eine gute Gelegenheit, den neuen Erlanger OB Florian Janik kennenzulernen.

Die nächste Partnergemeinde - Istanbuls Stadtteil Besiktas - liegt von San Carlos ungefähr zwei Reisejahre entfernt.

In den kommenden Jahren könnt Ihr auf dieser Seite die Reise mitverfolgen. In unregelmäßigen Abständen werde ich Berichte und Bilder von unterwegs einstellen. Wer mag, kann sich -> für den Newsletter eintragen.

Ihr könnt außerdem -> hier die Reiseroute verfolgen und gern auch zur Unterstützung von "Ärzte ohne Grenzen" -> Pate einer Etappe werden.

Viel Spaß beim Mitreisen wünscht Euch

              Peter


(*) Seit dem Sommer 2013 hat Erlangen eine achte Partnerstadt: Riverside in den USA. Vorsorglich wurde mir beim Start das entsprechende Grußschreiben auch gleich mit auf den Weg gegeben.

(**) Die Zeit fliegt: Im Mai 2014 hat Florian Janik in Erlangen das Amt des Oberbürgermeisters übernommen. Ich werde aber natürlich die Original-Grußschreiben ausliefern, die Ex-OB Siegfried Balleis verfasst hat.

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Vor dem Rathaus in Erlangens Partnerstadt San Carlos / Nicaragua (Foto: Ineke de Groot)

 Die neuesten Reiseberichte

Karibu!

Willkommen in Tanzania!

27.9.2016 - Kigali (68558 km)

... es ist die Hölle! Und mein Moskitospray mit immerhin 25% DEET beeindruckt die Tsetsefliegen nicht im Geringsten. Mit nur einer Hand am Lenker fahre ich über die Wellblechpiste, mit der anderen wedele ich vor dem Gesicht und versuche, die Fliegen auf den Armen, der Schulter, auf den Beinen und im Gesicht zu erschlagen. Ich treffe viele, aber diese Insekten sind wie aus Gummi und fliegen selbst nach einem Volltreffer meist weiter. Daher auch der Witz, dass sie eigentlich Zähzäh-Fliegen heißen müssten.

Give me!

Zambia und Malawi

25.8.2016 - Tukuyu (66937 km)

... verneige mich vor ihm und überreiche mit beiden Händen, was ich in meiner Tasche gefunden habe: nichts. Doch meine Belehrung läuft ins Leere. Die Enttäuschung ist bei mir größer als bei ihm! Er nimmt es nämlich amüsiert an, das Luftgeld, meinen Scheinschein, das Nichts. Er benutzt dabei ebenfalls beide Hände, was in Afrika die Wertschätzung betont. Und er bedankt sich höflich.

Fahrrad-Safari

... and: "Wait for your wife!"

17.7.2016 - Lusaka (65093 km)

Wären wir unter den gleichen Umständen in Südafrika unterwegs, hätte man uns nie - nie, nie! - mit dem Rad durch den Wildpark fahren lassen. Dort herrscht ein Sicherheitsdenken wie in Australien oder den USA. Auf der Autobahn darfst du dich gern auf ganz alltägliche Weise totfahren - aber bitte kein aufsehenerregendes Ableben, das schlechte Schlagzeilen macht.

Endlich mal ein Strafzettel

Und wieder Besuch aus Deutschland

7.6.2016 - Pontdrift (62743 km)

Ade Südafrika, du schönes Land, du zerrissenes Land. Sorgenvolle Menschen habe ich kennengelernt, Schwarze wie Weiße. Bürgerkrieg fürchten die einen, Zimbabwe-Zustände mit Landenteignungen die anderen. In 50 Jahren werde ich wiederkommen. Vielleicht ist bis dahin zusammengewachsen, was in der langen Zeit der Apartheid nicht zusammengehören durfte.
 

Maks

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Das Forum zum Thema "Fahrrad und Reisen": www.radreise-forum.de

Pias Glückwünsche

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Unterstützte Hilfsorganisationen

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